Archiv 2015

Paradiesweinvorstellung mit Wolfgang Düringer am 13. März 2015

Ein Urgestein der fränkischen Kabarettszene tritt bei der Vorstellung des neuen Paradiesweines auf.

Der König der unterfränkischen Humoristen, Wolfgang Düringer, lädt ein zu einem bunten Streifzug durch seine besten Nummern. Bekannt für seine schrägen Kostümierungen, seine ungeheure Verwandlungsfähigkeit und seine skurrilen Einfälle, bringt er die Zuschauer immer wieder zum Lachen. Ob in der Rolle als Spenden sammelnde Rotkreuz-Schwester, als trauernde Witwe, als schlitzäugiger Polizist, als grantelnder Nachbar oder als angeheiterte Weinprinzessin, Wolfgang Düringer zeigt eine schräge Mischung aus frechen Gags und abgefahrenen Sprüchen.

Als regelmäßiger Gast auf Kabarett-Bühnen und bei Fastnachts-Prunksitzungen in Veitshöchheim begeistert der in seiner Art einzigartige Komiker die Zuschauer durch mitreißenden Witz, ist lustig, hintergründig und unverblümt, schreibt das Bayerische Fernsehen.

Der Verein der Paradiesweinwinzer stellt jedes Jahr mit einer kulinarischen Weinprobe seinen aktuellen „Paradieswein“ vor. Es gibt den neuen 2014er Jahrgang „Paradieswein“, eine Müller-Thurgau-Komposition aus 14 verschiedenen Weinbergen im Weinparadies, weitere Weinproben und ein kalt/warmes Buffet für die Gäste. Gemixt wird das Ganze mit Auftritten eines Humoristen oder Kabarettisten. Mit Wolfgang Düringer ist es gelungen, ein Urgestein der fränkischen Humoristenszene für den diesjährigen Abend zu gewinnen. Die Fränkische Weinkönigin und die Weinprinzessinnen aus dem Weinparadies Franken haben ihr Kommen bereits zugesagt.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. März 2015 um 19.30 Uhr im Gasthaus „Schwarzer Adler“ in Weigenheim statt.

Helmut Soldner aus Bullenheim freut sich auf Ihre Reservierung!

Tel.: 09339-505, Mobil: 0175-4563106,
e-mail: info[at]winzerhof-soldner.de oder über info[at]weinparadies-franken.de.###DOUBLEBREAK###

Renaissanceschloss Frankenberg

Bei dieser Schlossführung besichtigen wir die restaurierte Kapelle in der Vorburg, den Keller des Schlosses mit seinem Wehrgang, Verlies und der Wasserzisterne. Die restaurierten ehemaligen Gasträume im Schoss geben einen Eindruck der Geschichte des Hauses unter den Geschlechtern derer von Hutten, von Poellnitz und von Lerchenfeld bis zur Gegenwart. Die kunstgeschichtlichen Epochen der einstigen Bewohner zeigen sich im Obergeschoss, wir erhalten Einblick in die Privaträume von Marimathilde Freifrau von Poellnitz, der letzten Trägerin dieses Namens auf dem Frankenberg. Das Schloss ist nicht möbliert.

Termine:
Samstag, 28. Februar 2015 um 14.00 Uhr
Sonntag, 01. März 2015 um 14.00 Uhr

Treffpunkt:
Unmittelbar vor der Vorburg Schloss Frankenberg. Bitte den Parkplatz am Fuß des Wallberges benutzen.

Besonderheiten:
Dem Wetter angepasste Kleidung, passables Schuhwerk, im Keller Temperatur konstant 12° C

Preis: € 6.-pro Person
Dauer: ca. 2 Stunden
Durchführung: Dr. Robert Herold, Gästeführer Weinerlebnis Franken. Kontakt: Tel 09842-1590 - um Anmeldung wird gebeten

weiß blau Entlang der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße

Diplom-Önologin Bianca Wellmann, Gästeführerin „Weinerlebnis Franken“ Petra Müller, Jungwinzer Marcus Hillabrand und Moderatorin Annett Segerer beim Fachsimpeln an der Weinparadiesscheune.

Wein und Kultur. Kultur und Wein. Das alles in Mittelfranken. „weiß blau – Entlang der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße“. 45 Sendeminuten mit schönen Landschaften, netten Menschen und authentischer Kultur. Erstausstrahlung ist am Sonntag, 8. Februar 2015, um 16 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

In Ippesheim beginnt die Sendung. So ziemlich im Nordwesten der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße gelegen. Wein ist in Ippesheim quasi seit Gründung ein Thema. Der Ort wird im Jahr 770 erstmals erwähnt, im Zusammenhang mit einer Weinlieferung ins Kloster Fulda. Von Ippesheim aus geht es für Moderatorin Annett Segerer ab in die Weinberge. Nicht allein, da würde sie sich als wohnhafte Wasserburgerin womöglich verlaufen, an ihrer Seite ist Petra Müller, Weingästeführerin im „Weinparadies Franken“. Die beiden reden über schöne Wanderwege, angenehme Einkehrmöglichkeiten, und auch darüber, wo die Bezeichnung „Bocksbeutel“ für die allseits bekannte Flasche letztlich herkommen könnte – von einer Feldflasche, oder aber von der Form des Hodensacks des Bockes?

Weiter geht es, tiefer hinein in die Weinberge. Zu einem Treffen mit dem jungen Winzer Markus Hillabrand. Unterwegs ist Kulturgeschichtliches zu erfahren, etwa über die Ruinen der Kunigundenkapelle auf dem Bullenheimer Berg. Gästeführer Dr. Robert Herold erzählt von den Zeiten, als sich die Kaiserin Kunigunde und ihre Begleiter fast schon lebensbedrohlich im Wald verirrten. Sie wurden gerettet, zum Dank hat Kunigunde die heutige Kunigundenkapelle gestiftet. Der Bullenheimer Berg ist übrigens sehr altes Siedlungsgebiet, in der Sendung werden auch Archäologen von der Universität Würzburg bei ihren Ausgrabungen beobachtet. Bleibt ein Abstecher zum Schloss Frankenberg, das ebenfalls am Bullenheimer Berg steht.

Diplom-Önologin Bianca Wellmann und Moderatorin Annett Segerer beim Zusammenstellen eines Wein-Cuvées

Nun zu Markus Hillabrand, einem der jungen Winzer in Franken, in Mittelfranken. Er erklärt Annett Segerer, warum ein Wein ein „Goldbabbele“ bekommt und der andere nicht, ab wann eine Rebe eine „alte Rebe“ genannt werden kann, und ob ein leidenschaftlicher Winzer schon beim ersten Probieren einschätzen kann, ob ein Wein später mal einen Preis gewinnen könnte?

Weiter in den Markt Sugenheim. Der liegt eher in der Osthälfte der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße. In der Nähe von Ingolstadt halt, und auch Frankfurt ist nicht weit weg. Ohne Donau, bzw. Main allerdings, die beiden Weiler in Mittelfranken heißen nur genau so wie die dann doch etwas größeren Städte gleichen Namens.

Sugenheim hat so um die 2300 Einwohner. Und mindestens zwei Schlösser. Eines davon, gut renoviert, kann man relativ günstig noch kaufen. Das andere Schloss hat längst Besitzer gefunden. Manuela und Jan Kube – Schlossherren, leidenschaftliche Sammler, unter anderem von Militaria, Orden und alten Waffen. Und von historischem Spielzeug, zu sehen im Spielzeugmuseum in Sugenheim.

Einen Ehegrund gibt es auch in Sugenheim. Gerne manchmal auch ein Ort zum Eheschließen, zunächst aber vor allem ein geographischer Name, der Ehebach geht einige Kilometer östlich von Sugenheim dann in der Aisch auf, die wiederum Namensgeberin für den Aischgrund ist.

Im Ortszentrum von Sugenheim ist ein sehr liebevoll wiederhergestelltes ehemaliges Wirtshaus: das „Schäferhaus“. Eigentlicher Name „Wirtshaus von Alfred Stapf“. So steht es auch heute noch an der Fassade. Der Name „Schäferhaus“ ist eine Danksagung an die inzwischen verstorbene Sugenheimer Bürgerin Anna Schäfer. Sie hat viel Geld vererbt, mit dem Zweck, damit einen Ort für gesellschaftliches Leben, für Kultur und Vereine in Sugenheim zu schaffen. Das Ziel ist erreicht, seit einigen Jahren nun schon, und der Journalist Wolfgang Binder macht sich am Beispiel des Schäferhauses so allgemein seine Gedanken über alte Häuser, im Speziellen alte Wirtshäuser, und über das, was sie erzählen würden, könnten sie reden. Unmengen von Geschichten, Leute gehen ein und aus, über Jahrhunderte, Stammtischgerede, Legendenbildung vielleicht auch manchmal.

Zurück zum Wein. Ebenso wie Markus Hillabrand gehört Bianca Wellmann aus Ippesheim zum Kreis der versierten jungen Winzer in Mittelfranken. Hat Markus die Moderatorin in die Welt des Weinbergs eingeführt, so geleitet Bianca durch die Geheimnisse des Winzerkellers. Von einfachen Fragen, die der Laie halt so stellt, etwa, warum der eine Wein besser in Holzfässern, der andere besser in Stahltanks aufgehoben ist, bis hin zum Geheimnis von Vanille-Holztönen, die einem beim Trinken manchen Weins in die Nase steigen. Später kehren Annett Segerer und Bianca Wellmann von den Tiefen des Weinkellers zurück an die frische Luft und zeigen den Zuschauerinnen und Zuschauern, wie man einen guten Cuvée mischt.

Uffenheim ist ein weiterer Ort entlang der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße. Hier wird nach einführenden Ortsansichten in der Sendung das Scheinwerferlicht auf zwei spezielle Akzente gelenkt. Zum einen auf die Konditorei Ritter mit ihren hausgemachten Pralinen. Zum anderen auf die Forschungsstelle für fränkische Volksmusik. Dort arbeitet neben anderen Dr. Heidi Christ. Sie ist Musikethnologin, kennt sich also aus mit alten Instrumenten und Noten, salopp gesagt. Und ist auch selbst aktive Musikantin, Volksmusik, in Wirtshäusern.

Musik bleibt danach das Sendungsthema. Jan Kobow, Lied- und Oratoriensänger mit internationaler Anerkennung. Ein Berliner in Mittelfranken, seine Familie hat das zum Markt Nordheim gehörende Schloss Seehaus einst erworben. Kobow hegt und pflegt das Familienerbe so gut er kann, wohnt auch viele Wochen des Jahres im Schloss. Und macht Barockmusik, zu hören in der Sendung.

Markt Nordheim bleibt im Focus, im Jahr 2007 hat der Ort im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille gewonnen. Was ein Dorf heutzutage schön und zugleich zukunftsfähig macht, darüber in der Sendung die Gedanken des Journalisten Wolfgang Binder.

Weiter nach Scheinfeld, im südlichen Steigerwald, einer der zentralen Orte der Region. Optisch dominiert vom Schloss der Familie Schwarzenberg. Im böhmischen Raum wurden diese bedeutend. Karel, zu deutsch: Karl Schwarzenberg etwa war bis zum Jahr 2013 Außenminister der Tschechischen Republik. Scheinfeld hat 4500 Einwohner, ist Schul- und Einkaufszentrum der Umgegend.

Im Ortsteil Unterlaimbach wirkt der in Irland geborene Schriftsteller Killen McNeill. „Am Schattenufer“ heißt einer seiner Romane. Er liest in der Sendung aus seinem Werk. Unterlaimbach hat 180 Einwohner, und trotzdem – man kann es wohl so formulieren – eine eigene „Künstlergemeinde“. Neben McNeill zählt dazu Clemens Schleifer, er gestaltet Keramik. Killen McNeill und seine Frau Brigitte und deren gemeinsamer Bekannter Wigbert Winkler wiederum machen zusammen Kabarett. Und die Kochkunst hat auch eine Heimat in Unterlaimbach. Die „ Löwenwirtin“ Heidrun Hartmann bereitet im „Gasthaus zum Löwen“ gepflegte fränkische Küche. Unterlaimbach – die Vielfalt der Kultur auf kleinstem Raum zusammen.

Zum Schluss der Sendung: Abschied aus dem Paradies, dem fränkischen Weinparadies, nicht ohne dass sich die Moderatorin eine Flasche leckeren Weißwein mit nach Hause nehmen würde. Das Gute am fränkischen Weinparadies: Es ist ein Paradies, in das man jederzeit wieder zurückkehren kann.